RS1 schafft den Sprung über die Ruhr

flickr by Radschnellweg Ruhr (CC BY-NC-SA 2.0)

Am 15. Mai wurde in Mülheim der erste Abschnitt des Radschnellweg Ruhr (RS1) mit Radschnellweg-Standard eröffnet. Der vollständig asphaltierte Radschnellweg ist insgesamt 6,50 Meter breit – 4 Meter für den Radverkehr und 2,50 Meter für Fußgänger*innen – und ist beleuchtet. Auch auf den anderen Abschnitten des RS1 gibt es Fortschritte beim Bau oder der Planung.

„Der neue nur 1,2 Kilometer lange Abschnitt des RS1 in Mülheim ist der erste richtige Radschnellweg in Deutschland. Ohne Konflikte mit dem Fahrzeugverkehr können Radfahrer*innen in wenigen Minuten von der Hochschule Ruhr West bis zum Mülheimer Hbf fahren. Weiter geht es nahezu kreuzungsfrei, aber noch nicht mit Radschnellweg-Standard, bis zur Universität Essen. Auf diesem Abschnitt wird das Upgrade zum Radschnellweg erst im Jahr 2021, zeitgleich mit der Fertigstellung der Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard, folgen“, sagt Martina Foltys-Banning GRÜNES Mitglied im Planungsausschuss des RVR.

„In Duisburg wird mit dem Bau im ersten Abschnitt des RS1 zwischen der Stadtgrenze zu Mülheim und der Koloniestraße kommendes Jahr begonnen. Weitaus schwieriger gestaltet sich die Planung in Essen östlich der Universität. Eine städtebauliche Verwertung des ehemaligen Güterbahnhofs im Eltingviertel und der bestehende Gleisanschluss von Evonik Goldschmidt sorgen für eine komplexe Konfliktlage. Vor 2022 ist hier nicht mit ersten vorbereitenden Maßnahmen zu rechnen. Neben dem im Bau befindlichen Abschnitt am Lohrheidestadion in Wattenscheid wird der Baubeginn auf den anderen Abschnitten sukzessive beginnen. Der allgemein schlechte Zustand der Brückenbauwerke wird aber zu Verzögerungen führen. In Bochum werden zuerst die westlich der Innenstadt gelegenen Abschnitte in Angriff genommen. Nächstes Jahr ist der Baubeginn für das Teilstück von der Stadtgrenze Gelsenkirchen bis zur Darpestraße kurz vor der A40 geplant. In Dortmund wird es erst im Jahr 2021 großflächig zu Bautätigkeiten kommen. Weiter westlich im Kreis Unna und in Hamm verzögern umfangreiche Planverfahren den Bau. Hier ist wahrscheinlich nicht vor 2025 mit baulichen Maßnahmen zu rechnen. Insgesamt werden dieses und nächstes Jahr die Jahre der Spatenstiche beim RS1 sein. Ein bis zwei Jahre später kommen wir dann in die heiße Phase der Eröffnungen, berichtet Martina Foltys-Banning aus der Vorlage für den Planungsausschuss des RVR.

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