flickr / Ben Bawden CC-BY-NC-ND-2.0

GRÜNE im RVR: Olympische Spiele – Fragen zur Nachhaltigkeit und zu Bedarfen offen

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Im Falle einer Olympiabewerbung 2032 setzt der DOSB, nachdem der Mitbewerber Berlin wohl nicht mehr im olympischen Rennen ist, auf die Metropolregion Ruhr. Auch die GRÜNEN stützen das grundsätzlich, machen dies aber abhängig von klaren Bedingungen und Spielregeln.
Die sportpolitische Sprecherin der GRÜNEN RVR-Fraktion, Hiltrud Schmutzler-Jäger, will nicht euphorisch von einer „Jubelstimmung“ ihrer Fraktion sprechen, denn man wisse, dass olympische Spiele zwar eine Faszination ausüben, aber eben auch polarisieren – auch wenn sie für das Ruhrgebiet und für die angrenzenden Regionen auch Chancen bieten. „Uns geht es nicht nur darum, den Spielen ein grünes Etikett aufzukleben. Die olympischen Verbände müssen beweisen, dass es ihnen ernst damit ist, die aus unserer Sicht wichtigen Voraussetzungen zu erfüllen. Das ist für unsere Fraktion ausschlaggebend, denn schaut man sich die letzten und auch die bereits geplanten Spiele an, sehen wir Korruption, Gigantismus und Umweltzerstörung, die mit Olympischen Spielen verknüpft werden und deshalb auch bei uns intensiv diskutiert und bewertet werden,“ so Schmutzler-Jäger weiter.
Zu den Spielregeln gehören nach Ansicht der GRÜNEN sowohl nachhaltige als auch ökologische Kriterien. Aber auch finanzielle Aspekte und Transparenz sowie soziale Standards rücken bei den GRÜNEN in den Fokus. So müssen die Spiele ausreichend finanziert sein, sodass die Ruhrgebietsstädte nicht auf den Kosten sitzen bleiben.
Positiv sei, dass man eben nicht lauter neue Sportstätten errichtet muss. Bestimmte Nachhaltigkeitskriterien seien damit schon erfüllt. Damit könne man auf zahlreiche neue und große Bauvorhaben verzichten. Ferner dürften neue Spielstädten nicht in vorhandene Grünflächen eingreifen. Es müssten eben wirklich nachhaltige Spiele sein.
„Vor allem aber stellt sich für uns die Frage nach einer ausreichenden verkehrlichen Infrastruktur. Hier gibt es bekanntlich im Ruhrgebiet schon jetzt erhebliche Defizite und damit ist nicht der mobilisierte Individualverkehr, sprich die Autobahnanbindungen gemeint,“ so die sportpolitische Sprecherin augenzwinkernd.

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