Sabine von der Beck

GRÜNE im RVR: Metropole Ruhr muss den Vergleich nicht scheuen – Schon gar nicht mit Berlin

Sabine von der Beck

Hohe Arbeitslosigkeit, geringes Pro-Kopf-Einkommen, aber: Die Metropole Ruhr braucht den Vergleich mit anderen Metropolregionen in Deutschland nicht zu scheuen. Das tut sie auch nicht. Der Regionalverband Ruhr hatte eine deutschlandweite Metropolenvergleichsstudie in Auftrag gegeben. Das Institut der Deutschen Wirtschaft und das Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik legte nun heute die Studie „Zukunftspotentiale der Metropole Ruhr“ in Bochum vor. Die GRÜNEN im RVR sehen in dieser Studie viele gute Ansätze.

Bei den Themen Studierendendichte, Hochschuldichte und Immobilienpreise lässt das Ruhrgebiet Regionen wie Berlin-Brandenburg, Frankfurt/Rhein-Main, Hamburg, München, Rhein-Neckar, Rhein-Region und Stuttgart hinter sich. Hanno Kempermann vom Institut der Deutschen Wirtschaft bescheinigte dem Ruhrgebiet eine Startposition wie in den 2000er-Jahren in Berlin. Dabei stellte er fest: „Die Aufholjagd kann beginnen“. Der Vergleich mit Berlin spielt folgerichtig auch eine zentrale Rolle in der Standortmarketing-Kampagne des Regional-verbands Ruhr, die ebenfalls heute der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Unter dem Motto „Wenn, dann hier“ hat die Metropole Ruhr als Absender ihr „Stadt-der-Städte-Logo“ in Berlin selbstbewusst plakatiert. Lkw-Anhänger mit Sprüchen wie „251.000 Studenten. Und alle haben eine Wohnung.“ machen am Prenzlauer Berg, wo die Wohnungsnot besonders groß ist, die Zukunftschancen des Ruhrgebietes klar.

„Der Metropolenvergleich und unsere Standortmarketing-Kampagne sind gut aufeinander abgestimmt und zeigen ja auch schon erste öffentliche Wirkung“, freut sich Sabine von der Beck, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Fraktion im Ruhrparlament über die positive Berichterstattung über das Revier in Leitmedien wie „FAZ“ und „Wirtschaftswoche“. Dennoch, so die Fraktionsvor-sitzende weiter, macht die Studie auch Handlungsbedarf für die Politik in der Metropole Ruhr deutlich. So zeigt die Studie auf, wie der Ausbau einer leistungsfähigen Glasfaser-Breitband-Infrastruktur, die Vernetzung im öffentlichen Nahverkehr und ein intelligentes, innovations-orientiertes Flächenmanagement das Ruhrgebiet auf seinem „Weg zu einer starken Region“, so der Studientitel, unterstützen muss. „Wir haben immer schon vermutet, dass nicht die groß-flächigen Logistik- und Industrieansiedlungen, sondern smarte Start-ups und wissensintensive Unternehmen, die neues Wissen aus der Forschung in Produkte und Dienstleistungen umsetzen, ein enormes Potenzial für die Region darstellen, vor allem in Kombination mit hoher Lebens- und Freizeitqualität in der Region.„Wir freuen uns über diese Richtungsbestätigung,“ so von der Beck weiter und weist auf ein „interessantes“ Detail der Studie hin: Mit 21,6 Prozent Anteil Industrie- und Gewerbefläche an der gesamten Siedlungs- und Verkehrsfläche liegt die Metropole Ruhr schon jetzt – gemeinsam mit Stuttgart – im Metropolenvergleich ganz oben. In München und Hamburg liegt dieser Anteil nur bei 16,2 bzw. 15,4 Prozent. Die GRÜNE Fraktion im RVR wird die heute erschienene Studie nun erst einmal auf konkreten politischen Handlungsnotwendigkeiten hin auswerten.

Hier der link zum Imagefilm der Metropole Ruhr: Metropole Ruhr – Verpass es nicht noch mal! Außerdem noch den Teaser und die Kurzversion.

Die Breichterstattung aus der FAZ und der Wirtschaftswoche.

Zum guten Schluss die Kurzfassung der Studie.

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