GRÜNE im RVR begrüßen die „Kooperation Metropole Ruhr“

Um den Nahverkehr im Ruhrgebiet zu stärken haben sich zwölf Verkehrsunternehmen zur „Kooperation Metropole Ruhr“ (KMR) zusammengeschlossen. Durch den Vorgänger „Kooperation östliches Ruhrgebiet“ (KöR) konnten bereits bei großen Bestellungen von Bussen oder Straßenbahnen Synergien erzielt werden. Mit einem 11-Punkte-Plan soll nun die Zusammenarbeit der kommunalen Verkehrsunternehmen in der Metropole auf weiteren Feldern gestärkt werden.

Die Oberbürgermeister und Landräte haben in dem 11-Punkte-Plan unter anderem Metropolbuslinien vorgeschlagen, die die bestehenden Bahnverkehre sinnvoll ergänzen und die Städte besser untereinander verbinden sollen. Gleichzeitig stehen die privaten Busunternehmen in der Region aufgrund der Corona-Krise bekanntlich mit nur wenigen Aufträgen am Rand des wirtschaftlichen Ruins. Auf den Betriebshöfen stehen Busse ungenutzt herum. „Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung im Rahmen der von Bund und Land organisierten Corona-Rettungsschirme einen temporären Probebetrieb für die vorgeschlagenen Metropolbuslinien zu organisieren, um einerseits die Linien schon einmal zu testen und die Erfahrungen der Bürger*innen auszuwerten und andererseits den regionalen Busunternehmen zu helfen?“, fragt Sabine von der Beck von den GRÜNEN im RVR in einer Anfrage zu dem 11-Punkte-Plan der kommunalen Spitzenbeamten. Vielleicht, so die Hoffnung, können so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Denn nicht nur die Busunternehmer hätten eine Auslastung bis sich die Unklarheiten in der Reisebranche wieder klären, sondern auch der ÖPNV könne in der COVID-Krise neue Impulse setzen. Die eingetretene Zurückhaltung im Nahverkehr könnte somit überwunden werden, so ihre Begründung. Die Verwaltung sicherte zu, die Anfrage zeitnah zu beantworten.

Auch die Idee der GRÜNEN im RVR eines gemeinsamen regionalen Nahverkehrsplans wurde zum Teil aufgenommen. „Eine übergeordnete regionale Planung der Linien sollte alle Haltestellen zu einem durchgängigen Netz verbinden, ohne Rücksicht auf Stadtgrenzen, denn die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen im Ruhrgebiet enden nicht am Ortsausgangsschild. Die Absicht der KMR nun die kommunalen Nahverkehrspläne zum gleichen Zeitpunkt fortzuschreiben ist ein wichtiger und von uns Grünen seit Jahren geforderter erster Schritt in die richtige Richtung. Ziel muss es darüber hinaus sein, alle Siedlungsgebiete durch das Nahverkehrsnetz zu erschließen – und das auch im ländlichen Raum, über den Schüler*innenverkehr hinaus und grundsätzlich auch in den Abendstunden und an den Wochenenden“, sagt Sabine von der Beck.

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