GRÜNE im RVR: Ruhrtriennale darf keine Plattform für Antisemitismus bieten!

Die GRÜNE Fraktion im RVR ist bestürzt über den Versuch der antisemitischen BDS-Kampagne die Ruhrtriennale für Propagandazwecke zu missbrauchen und fordert eine gründliche Aufarbeitung der Vorgänge rund um die israelfeindliche Kampagne.

Bereits im Vorfeld hätten dem Team der Kultur Ruhr, das die Ruhrtriennale im Auftrag des Landes NRW und des Regionalverbandes Ruhr veranstaltet, die israelfeindlichen Einstellungen einer Hip-Hop Band auffallen müssen. Nach dem Hin und Her zur Ein-, Aus- und Wiedereinladung der Band sollten die Methoden der israelfeindlichen Kampagne BDS im Fokus stehen, so die GRÜNEN im RVR.

Die BDS-Kampagne instrumentalisiert weltweit Künstler*innen, um den demokratischen Staat Israel zu boykottieren und so öffentliche Aufmerksamkeit für antisemitische Parolen zu erringen. Die offene Kulturszene schließt niemanden aus, dies kann die Kampagne leicht ausnutzen. Wie die Intendantin der Kultur Ruhr in einem Radiointerview berichtete, wollte die Hip Hop Band – die sich zuvor an einer BDS-Boykottaktion in Berlin beteiligt hatte – zunächst selber ihren bereits angekündigten Auftritt auf der Ruhrtriennale absagen, habe die Kultur Ruhr jedoch darum gebeten, sie offiziell auszuladen, angeblich für ihre Fans. Mit dieser Taktik konnte die Band sich öffentlich als Opfer, das aufgrund seines Kampfes gegen Israel zensiert und ausgeschlossen worden sei, darstellen.

„Die BDS-Kampagne missbraucht die Kulturszene, um ihre antisemitischen Botschaften in Szene zu setzen. Eine vielfältige Kulturszene wie im Ruhrgebiet darf unter keinen Umständen als Plattform für rassistische, antisemitische und menschenverachtende Politik genutzt werden. Ein konsequentes und entschlossenes Vorgehen auf allen Ebenen gegen diese Kampagne muss deshalb das Ziel sein“, sagt Sabine von der Beck, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Regionalverband Ruhr. „Gerade in Zeiten verstärkter Angriffe auf Jüdinnen und Juden in unserem Land, müssen wir alle wachsamer werden. Diese Aktion muss auch Folgen für die Kultur Ruhr haben: Das Mindeste ist, dass die Vorgänge gründlich aufgearbeitet und Vorkehrungen für die Zukunft getroffen werden, damit sich ein solcher Reinfall mitsamt anschließendem PR-Desaster nicht wiederholen kann“, stellt die Fraktionsvorsitzende klar.

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